Die beiden folgenden Dokumente sind Demonstrationsmaterial und dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Sie zeigen exemplarisch, wie eine kompetenzorientierte Unterrichtsplanung aufgebaut ist: zuerst die Konzeptübersicht mit den Taxonomiestufen, anschließend die Detail-Wochenplanung Block für Block. Es handelt sich um eine Vorschau, nicht um ein freigegebenes Enddokument.
Jede Lerneinheit ist entlang der Taxonomiestufen kognitiver Lernziele aufgebaut, vom Erinnern bis zum Erschaffen. So wird Kompetenzentwicklung sichtbar, planbar und prüfungssicher. Vollständig abgestimmt auf die Rahmenpläne der Fachkommission nach § 53 PflBG.
Die Rahmenpläne formulieren Kompetenzen. Die eigentliche didaktische Arbeit beginnt erst danach: Wie wird aus einer Kompetenz eine unterrichtbare, überprüfbare Lerneinheit? Antwort: durch konsequente Operationalisierung entlang der Taxonomie von Anderson & Krathwohl (revidierte Bloom’sche Taxonomie). Jede curriculare Einheit wird in sechs aufeinander aufbauende Lerneinheiten gegliedert, vom Wissensaufbau bis zur eigenständigen Gestaltung komplexer Pflegesituationen.
Inhalte, Kompetenzen und Zeitrichtwerte stammen unverändert aus den curricularen Einheiten der Fachkommission nach § 53 PflBG.
Die Taxonomiestufen machen den Kompetenzaufbau transparent, für Lehrende, Lernende und die Schulaufsicht gleichermaßen.
Jede Stufe ist mit konkreten Operatoren hinterlegt. Prüfungsaufgaben lassen sich direkt aus den Lernzielen ableiten.
Kompetenzorientierte Unterrichtsreihen sind mehr als gute Didaktik, sie sind ein Steuerungsinstrument für die Schulentwicklung.
Bei Behördenprüfungen und Re-Zertifizierungen zeigt jede Reihe lückenlos, wie die gesetzlichen Kompetenzen umgesetzt werden.
Neue Kolleginnen und Kollegen erhalten ein klares Gerüst. Einarbeitung und Vertretung werden planbar statt personenabhängig.
Wer den Unterricht entlang der Taxonomie aufbaut, bereitet systematisch auf alle drei Prüfungsteile vor: schriftlich, mündlich, praktisch.
Die Reihen sind ein direkter Baustein für das nach § 50 PflAPrV geforderte schulinterne Curriculum, sofort anschlussfähig.
Transparente Lernziele und spürbare Progression stärken Selbstwirksamkeit, ein wirksamer Hebel gegen Ausbildungsabbrüche.
Das gezeigte Raster funktioniert für alle elf curricularen Einheiten. Zwei Beispiele, ein Prinzip für die gesamte Ausbildung.
Nach Anderson & Krathwohl (2001). Jede Stufe steht für eine höhere gedankliche Anforderung und für einen Satz präziser Operatoren, mit denen sich Lernziele und Prüfungsaufgaben eindeutig formulieren lassen.
Fakten, Begriffe und Strukturen abrufen und wiedergeben.
Zusammenhänge erfassen, mit eigenen Worten erklären, deuten.
Wissen in neuen, konkreten (Pflege-)Situationen einsetzen.
Situationen zerlegen, Strukturen, Ursachen und Bezüge erkennen.
Begründet urteilen, abwägen, Position beziehen, auch ethisch.
Eigenständig Neues entwickeln: Konzepte, Pläne, Lösungen.
Die erste curriculare Einheit der Ausbildung. Hier entscheidet sich, ob Auszubildende ankommen. Die Reihe führt vom Orientieren im System Pflegeausbildung bis zur Entwicklung einer eigenen Berufsrolle.
Eine der anspruchsvollsten curricularen Einheiten, fachlich, ethisch und menschlich. Im dritten Ausbildungsdrittel gestalten die Lernenden den Pflegeprozess zunehmend selbstständig. Die Reihe ist konsequent auf die drei Prüfungsteile des Examens ausgerichtet.
Aus den curricularen Einheiten der Rahmenpläne werden hier zwei komplette Unterrichtswochen: eine für den Unterkurs, eine für das Examen. Jeder einzelne Unterrichtsblock ist einer Taxonomiestufe zugeordnet und mit operationalisiertem Lernziel, Inhalten, Methode, Sozialform und Material hinterlegt.
Jede Woche umfasst fünf Tage zu je acht Unterrichtsstunden, gegliedert in vier Unterrichtsblöcke à zwei Stunden. Die Farbe jedes Blocks zeigt seine Taxonomiestufe. Die Tages- und Matrixfarbe nennt die einführende Stufe des Tages; innerhalb eines Tages steigt die Anforderung häufig an. So wird der Kompetenzaufbau im Wochenverlauf unmittelbar sichtbar.
Die allererste Schulwoche der generalistischen Pflegeausbildung. Sie führt vom Ankommen in der Lerngruppe über das Verstehen des Berufsbildes bis zur ersten reflektierten Standortbestimmung.
Die thematische Kernwoche der CE 08, fachlich, ethisch und menschlich anspruchsvoll. Von Montag bis Freitag durchlaufen die Lernenden alle sechs Taxonomiestufen, bis sie ein eigenes Begleitungskonzept entwickeln und in einer Prüfungssimulation vertreten.